Donnerstag, September 21, 2017
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Zertifizierung zum Entsorgungsfachbetrieb

Das Prädikat "Entsorgungsfachbetrieb" nach § 56 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) darf derjenige Betrieb führen, der definierte Anforderungen an die Betriebsorganisation, die Zuverlässigkeit und Fachkunde des Führungspersonals, an das Betriebstagebuch und den Versicherungsschutz erfüllt und entsprechend dokumentiert nachweist. Die Anforderungen im Einzelnen sind in der Entsorgungsfachbetriebeverordnung (EfbV) festgelegt

Vor der Zertifizierung muss ein Überwachungsvertrag mit der TÜO geschlossen werden, in dem eine jährliche Überwachung des Betriebes vereinbart wird. Dieser Vertrag bedarf einer Zustimmung der zuständigen Landesbehörde.

Die Zertifizierung kann sich auf den gesamten Betrieb, einzelne Standorte sowie auf bestimmte Tätigkeitsbereiche und/oder Abfallarten erstrecken. Diese Angaben müssen im Zertifikat ausgewiesen sein.

Vorteile eines Entsorgungsfachbetriebes sind:

- Keine Beförderungserlaubnis (früher: Transportgenehmigung) und keine Erlaubnis für Handeln/Makeln von Abfällen gemäß § 54 KrWG erforderlich 

- Anlagen zum Behandeln und Entsorgen sind automatisch freigestellt (Nachweisverordnung; privilegiertes Verfahren des Entsorgungsnachweises)

Voraussetzung für diese Befreiungsregelungen ist, dass der Betrieb für die jeweiligen Tätigkeiten auch zertifiziert ist. Zertifizierbar sind grundsätzlich die abfallwirtschaftlichen Tätigkeiten

  • Sammeln
  • Befördern
  • Lagern
  • Behanden
  • Verwerten
  • Beseitigen


von Abfällen ; seit 01.06.2012 erlaubt § 56 KrWG auch die Zertifizierung der Tätigkeiten Handeln mit Abfällen und Makeln von Abfällen (früher auch als Vermitteln bezeichnet)